Katalog zur Risikoadjustierung für Pflegeaufwand (Pflegelast-Katalog)


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Mit dem Gesetz zur Modernisierung der epidemiologischen Überwachung übertragbarer Krankheiten vom 24. Juli 2017 wurden die Vertragsparteien auf Bundesebene (Deutsche Krankenhausgesellschaft und GKV-Spitzenverband) mit § 137i SGB V beauftragt, im Benehmen mit dem Verband der Privaten Krankenversicherung bis zum 30. Juni 2018 Pflegepersonaluntergrenzen in pflegesensitiven Bereichen von Krankenhäusern zu vereinbaren.

Da sich die Pflegeaufwände in Abhängigkeit der Erkrankungsschwere und der unterschiedlichen Zusammensetzung der Patienten innerhalb eines pflegesensitiven Bereichs unterscheiden, haben sich die Vertragsparteien darauf verständigt, den unterschiedlichen patientenbezogenen Pflegeaufwand in Form einer Risikoadjustierung bei der Festlegung der Pflegepersonaluntergrenzen zu berücksichtigen.

Das InEK wurde von den Vertragsparteien beauftragt zu prüfen, inwieweit eine Risikoadjustierung des Pflegeaufwandes mit den vorliegenden Daten der DRG-Kalkulation möglich ist. In Abstimmung mit den Vertragsparteien hat das InEK ein praktikables Konzept entwickelt und den vorliegenden „Pflegelast-Katalog in der Version 0.99“ erstellt. Der Katalog beinhaltet für alle vollstationären Fallpauschalen des DRG-Katalogs für 2018 ein tagesbezogenes Relativgewicht für den Pflegeaufwand eines Patienten, getrennt nach Normal- oder Intensivstation und zum Teil für Kinder unter 16 Jahren. Zudem werden Relativgewichte für relevante Zusatzentgelte ausgewiesen. Die Inhalte und die Herleitung der Relativgewichte werden in der Erläuterung des InEK ausführlich beschrieben.

Aus Sicht der Vertragsparteien auf Bundesebene hat das InEK mit dem „Pflegelast-Katalog in der Version 0.99“ kurzfristig ein praktikables und geeignetes Instrument für die erforderliche Risikoadjustierung bereitgestellt. Mit dem Pflegelast-Katalog wird der Aufwand für pflegerische Maßnahmen wesentlich spezifischer abgebildet als im DRG-Fallpauschalen-Katalog. Zur Vermeidung von Fehlinterpretationen ist zu beachten, dass weder die Personalausstattung in Vollkräften noch die Pflegepersonaluntergrenzen aus den dimensionslosen Relativgewichten unmittelbar ableitbar sind.

Die Vertragsparteien auf Bundesebene sind sich einig, dass die krankenhausindividuelle Pflegelast in den pflegesensitiven Bereichen zur Risikoadjustierung der Pflegepersonaluntergrenzen auch auf der Ortsebene genutzt werden soll. Daher wird mit der frühzeitigen Veröffentlichung des „Pflegelast-Katalogs in der Version 0.99“ allen Interessierten und insbesondere den Herstellern von Krankenhausinformationssystemen die Möglichkeit gegeben, sich auf die datentechnische Umsetzung der Pflegepersonaluntergrenzen vorzubereiten.

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